Feste muss man feiern – der Meistertitel in der 2. Klasse Mur-/Mürztal gab dafür einen wunderbaren Anlass. Bei einem gemeinsamen Essen im Gasthaus Stoabock konnte wir die erfolgreiche Saison Revue passieren lassen, auf den ersten Meistertitel nur drei Jahre nach der Neugründung der Sektion Schach anstoßen, Pläne für die neue Saison schmieden – und natürlich Schach spielen: Das meisterliche Blitzturnier konnte Johannes mit 8,5 Punkten aus 10 Runden vor Norbert (7 Punkte) und Daniel (5,5 Punkte) souverän gewinnen.
In der neuen Saison werden wir in die 1. Klasse Mur-/Mürztal aufsteigen, nähere Informationen dazu folgen.
„Ein herzliches Dankeschön geht auch an Fashion is Vegan für die neue Vereinskleidung. Mit dem frischen Outfit sind wir bestens für die kommende Saison in der 1. Klasse Mur-/Mürztal gerüstet!“ ♟️👕🏆
In schöner Tradition fanden wir auch heuer die Gelegenheit, bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier in unserem Vereinslokal am Sportplatz das Jahr ausklingen zu lassen. Die aktiven Mitglieder fanden erfreulicherweise fast alle Zeit, um gemeinsam zu essen (herzlichen Dank an den SCP!), das Jahr Revue passieren zu lassen und – natürlich – Schach zu spielen.
Das traditionelle Weihnachtsblitzturnier wurde heuer in 14 Runden mit einer Bedenkzeit von 3 min + 2 sec ausgetragen. Es gab dabei einige Überraschungen, am Ende aber doch ein Ergebnis, das gewisse Parallelen zur Startrangliste aufwies. Gewinnen konnte das Turnier Rene, der sich daher auch über den Titel „Pernegger Weihnachtsblitzmeister“ freuen darf. Nur durch die Feinwertung getrennt auf dem zweiten Platz landete Johannes, der ebenfalls 10 Punkte aus 14 Runden erzielen konnte. Den dritten Platz sicherte sich mit 7,5 Punkten souverän Norbert.
Der Schachclub Pernegg wünscht ein frohes Weihnachtsfest, schöne und erholsame Feiertage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026 – wir freuen uns schon wieder auf viele spannende Schachpartien!
Zum Saisonfinale empfingen wir zu Hause im absoluten Spitzenspiel den Tabellenführer und amtierenden Meister Kindberg 2. Für uns trat die bestmögliche Mannschaft an, mit Norbert, Rene, mir und Daniel auf den Brettern 1 bis 4.
Am zweiten Brett zeigte unser Rene mit Schwarz eine starke Leistung. Er kam gut aus der Eröffnung, es entwickelte sich ein scharfes Mittelspiel und Rene nutzte einen Fehler seines Gegners konsequent aus. Damit brachte er uns in Führung – 1:0 für unser Team.
Rene am zweiten Brett siegte mit den schwarzen Steinen.
Ich spielte am dritten Brett mit Weiß. Auch ich kam gut aus der Eröffnung, fand jedoch keinen klaren Weg zum Sieg. Zunächst lehnte ich ein Remisangebot meines Gegners ab, doch nach dem Sieg von Rene bot ich selbst remis an, was mein Gegner annahm.
Rene (2), ich (3) und Daniel (4).
Daniel kämpfte am vierten Brett in einer unklaren Stellung. In massiver Zeitnot nach wenigen Zügen behielt er die Übersicht, fand gute Züge und hielt die Stellung mindestens ausgeglichen. Im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und einem Mehrbauern für Daniel ließ er sich die Chance nicht entgehen: Er zwang seinen Gegner in gewonnener Stellung zur Aufgabe und sicherte so den entscheidenden Punkt für unser Team.
Daniel holte am vierten Brett den zweiten vollen Punkt für unser Team.
Norbert hatte es auf Brett eins mit einem starken Gegner zu tun. Trotz der Herausforderung spielte er sehr diszipliniert und machte keine Fehler. Ein Remisangebot von Norbert wurde zunächst abgelehnt, doch da die Niederlage für Kindberg bereits feststand, einigten sich beide schließlich auf ein Unentschieden.
Am Ende stand ein beeindruckender 3:1-Sieg für den SC Pernegg – ein perfekter Abschluss der Saison. Damit sichern wir uns den dritten Platz in der Tabelle. Obwohl wir gegen Trofaiach Niederlagen hinnehmen mussten und somit die Meisterschaft verpassten, konnten wir sowohl den Meister Ratten als auch den Vizemeister Kindberg 2 jeweils bezwingen. In Punkten gleichauf mit Kindberg 2 und nur einem Mannschaftspunkt Rückstand auf Ratten sind wir äußerst zufrieden mit unserer zweiten Saison nach der Neugründung der Schachsektion des SC 1960 Pernegg.
Herzlichen Glückwunsch an das Team von Horn Union Ratten zum Meistertitel! Wir gratulieren herzlich und blicken stolz auf eine spannende und erfolgreiche Saison zurück.
Am 12. April traten wir in der vorletzten Runde der 2. Klasse auswärts gegen Leoben 5 an. Mit Norbert, Rene, Daniel und mir schickten wir eine starke Aufstellung ins Rennen, um die Chance auf einen Platz am Podium zu wahren.
Am vierten Brett konnte ich gegen einen Leobener Jugendspieler relativ schnell eine Leichtfigur und in weiterer Folge auch die Partie gewinnen – somit führten wir nach 50 Minuten bereits mit 1:0.
Auch Rene, der am zweiten Brett mit den weißen Steinen zum Einsatz kam, konnte seine Partie gegen eine Leobener Jugendspielerin gewinnen und den ersten Mannschaftspunkt absichern.
Norbert spielte am ersten Brett eine sehr komplexe Partie, die zahlreiche Verwicklungen mit sich brachte und insbesondere seinen Kontrahenten sehr viel Zeit kostete. Unter diesem Eindruck bot dieser schließlich ein Remis an, das Norbert in Anbetracht der schwierigen und nicht eindeutigen Stellung annahm – damit stand der Sieg für Pernegg um 17:30 Uhr fest.
Am dritten Brett kämpfte Daniel dennoch eine weitere Stunde gegen die dritte Leobner Jugendspielerin, die ihn trotz Materialvorteil dazu zwang, sehr viel Zeit zu investieren: Um den 20. Zug herum zeigte die Uhr auf der Pernegger Seite bereits nur mehr etwas mehr als drei Minuten an. Aus unserer Sicht glücklicherweise machte Daniels Kontrahentin in dieser Drucksituation einen entscheidenden Fehler, der schließlich über den Verlust eines Turmes zur Aufgabe führte.
Am Ende steht somit ein 3,5 : 0,5 für den SC Pernegg – ein Ergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sein können, rücken wir damit doch auf den dritten Platz in der Tabelle auf. Die letzte Runde in zwei Wochen wird jedoch noch einmal ein Härtetest: Als großes Finale empfangen wir zuhause den Tabellenführer SK Kindberg und freuen uns schon auf spannende Partien!
Die Obersteirische Einzelmeisterschaft 2025 fand in Kapfenberg statt und verzeichnete eine Rekordanzahl an Teilnehmenden mit insgesamt 48 Spielerinnen und Spielern. Vom SC Pernegg waren drei Spieler dabei: Daniel, Norbert und ich. Das Turnier bestand aus fünf Runden, wobei die Teilnehmenden eine Bedenkzeit von 1 Stunde und 30 Minuten sowie zusätzlich 30 Sekunden pro Zug für die gesamte Partie hatten.
Daniel hatte einen schwierigen Start und musste sich in der ersten Runde gegen unseren ehemaligen Trainer Peter Kutlesa geschlagen geben, der später den zweiten Platz belegte und somit Obersteirischer Einzelmeister 2025 wurde. In der zweiten Runde verlor er ebenfalls in einer anspruchsvollen Partie gegen einen etwas schwächeren Gegner. Doch dann fand Daniel zu seiner Form zurück und holte in den folgenden drei Runden 2,5 Punkte aus 3 möglichen. Am Ende belegte er den 30. Platz mit einer Gesamtpunktzahl von 2,5 aus 5 und einer Elo-Performance von 1706.
Daniel gegen Peter in der ersten Runde.
Norbert erzielte ebenfalls insgesamt 2,5 Punkte aus 5 Partien. Nach zwei Siegen in den ersten beiden Runden gegen schwächere Gegner traf er auf stärkere Kontrahenten und konnte – im Gegensatz zu Daniel – nur noch ein Remis in den letzten drei Runden erreichen. Er beendete das Turnier auf dem 23. Platz mit einer Elo-Performance von 1769.
Norbert konnte in der ersten Runde mit den schwarzen Steinen gewinnen.
Ich selbst schloss mich der Gruppe der Spielerinnen und Spieler mit 2,5 Punkten aus 5 an. Aufgrund der besseren Zweitwertung erreichte ich den 22. Platz. Nach einem Auftaktsieg gegen einen schwächeren Gegner und einem Remis gegen einen stärker eingeschätzten Kontrahenten musste ich am zweiten Tag zwei Niederlagen hinnehmen. In der letzten Runde konnte ich jedoch in einer spannenden Partie gegen einen etwas schwächeren Gegner gewinnen und das Turnier somit zufrieden abschließen, meine Turnierleistung lag bei einer Elo von 1793.
Gegen den starken Jugendspieler Jonathan Steinwidder (Trofaiach) musste ich eine Niederlage einstecken.
Der Favorit IM Yevgeniy Roshka setzte sich schließlich mit einer perfekten Bilanz von 5 aus 5 Punkten durch (Elo-Performance: 2791) und erfüllte damit seine Favoritenrolle. Zweiter, und damit Obersteirischer Einzelmeister 2025 wurde, wie bereits erwähnt, unser ehemaliger Trainer Peter Kutlesa mit 3,5 Punkten (Elo-Performance: 2219). Wir gratulieren herzlich!
In der 4. Runde der 2. Klasse Mur-/Mürztal empfingen wir zuhause in Pernegg den SV Eisenerz. Mit Johannes, Daniel, Paul und mir konnten wir den Eisenerzern, die mit ihrer bisher stärksten Mannschaft der Saison anreisten, würdige Gegner entgegensetzen.
Johannes remisierte am ersten Brett sehr rasch gegen einen nach Elo-Zahlen etwas stärkeren Gegner und konnte so einen halben Punkt für Pernegg fixieren.
Am dritten Brett hatte wenig später Paul seine Partie gegen einen nominell ebenfalls stärkeren Kontrahenten gewonnen, was uns mit 1,5 Punkten aus 2 in eine durchaus komfortable Situation brachte.
Unter diesen günstigen Vorzeichen akzeptierte ich wenig später auf Brett vier das Remisangebot meines Gegners; in einer bis dahin vollkommen ausgeglichenen Partie nahm ich den halben Punkt und damit das sichere Remis für den SC Pernegg gerne mit.
Den Sieg erkämpfte uns in einer deutlich länger dauernden Partie Daniel, der am zweiten Brett mit den schwarzen Spielsteinen gegen ein ebenfalls etwas stärkeres Gegenüber antrat. Trotz einer gewissen Zeitknappheit schaffte er es, eine komplizierte Stellung in ein Endspiel mit einem Minusbauern abzuwickeln, das er aber mit seinem weißfeldrigen Läufer Remis halten konnte – nach über dreieinhalb Stunden wurde schließlich die Punkteteilung vereinbart.
Das bringt uns mit 2,5:1,5 Punkten den zweiten Heimsieg der Saison, der uns in der Tabelle wieder unter die Top 3 aufsteigen lässt. Vor den „Weihnachtsferien“ steht noch eine Begegnung auf dem Plan; am 30. November treten wir auswärts gegen den SK ALPINE Trofaiach 5 an – und wollen natürlich auch dort wieder zwei Mannschaftspunkte mitnehmen!
In der 2. Runde der 2. Klasse fand unser erstes Heimspiel statt. Für uns traten Norbert, ich, Daniel und Sebastian an den Brettern eins bis vier an.
Daniel spielte am dritten Brett und hatte die schnellste Partie des Tages. Er ließ gegen eine schwächere Gegnerin nichts anbrennen und konnte recht locker den Sieg einfahren – 1:0.
Sebastian am vierten Brett tat sich etwas schwerer. Die Stellung war lange ausgeglichen, doch im Endspiel zeigte unser Jugendspieler großen Kampfgeist. Er erreichte eine Gewinnstellung und spielte diese souverän nach Hause, was uns auf 2:0 brachte.
Sebastian am vierten Brett.
Norbert spielte am ersten Brett gegen eine sehr starke Jugendspielerin von Krieglach. Die Stellung blieb immer ausgeglichen, und das logische Ergebnis war ein Remis. Damit sicherte Norbert in routinierter Art und Weise den Team-Sieg ab – 2,5:0,5.
Ich spielte am zweiten Brett und hatte diesmal, wie beinahe immer, die längste Partie des Tages. Nach einer ausgeglichenen Eröffnung machte ich einen Fehler, den mein Gegner ausnutzte. Allerdings fand er nicht die richtige Fortsetzung, wodurch sich das Blatt wendete und ich eine Gewinnstellung erreichen konnte. Es dauerte jedoch noch lange, und es waren präzise Züge erforderlich, um den Sieg zu erringen. Am Ende gelang mir dies schließlich – das Endergebnis lautete 3,5:0,5 für unser Team.
Somit feierten wir einen souveränen 3,5:0,5 Sieg für den SC Pernegg. Dies war bereits der zweite Sieg in dieser Saison und sicherte uns einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Bereits nächste Woche erwartet uns die nächste Runde auswärts gegen Trofaiach 4. Wir werden wieder alles geben, um den Sieg zu erringen!
Am 1. Mai fand die traditionelle Blitzschacheinzelmeisterschaft in Niklasdorf statt, die wie immer von Dr. Gerd Mitter vom SK Alpine Trofaiach organisiert wurde. 53 Teilnehmer:innen mit einem Elo-Schnitt von 1637 kämpften dabei in 13 Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 5+0 min um den Titel „Obersteirischer Blitzschachmeister“. Für zusätzliche Motivation sorgte die Mannschaftswertung, bei der die vier besten Spieler einer Mannschaft gewertet wurden; Preise gab es jeweils für (Obersteirische) Liga- und (1. und 2.) Klasse-Mannschaften. Der SC Pernegg war bei diesem Event sehr stark vertreten: Norbert, Daniel, Johannes, Matthias, Paul und ich wurden zusätzlich noch von Pauls Vater Johann unterstützt und hatten so durchaus Chancen auf eine gute Platzierung.
Die erste Runde brachte im Schweizer System wie üblich „harte Nüsse“ für die meisten von uns, dementsprechend fielen auch die Ergebnisse aus: Während Norbert und Johann als Favoriten ihre Partien gewinnen konnten, verlor der Rest gegen stärkere Gegner. (2/7)
In Runde zwei fielen die Ergebnisse gemischt aus: Norbert, Daniel und Johannes konnten ihre Partien gewinnen, während Johann, Matthias, Paul und ich erneut keine Punkte für den SC Pernegg einfahren konnten. (3/7)
Gemischt, aber bereits etwas besser waren die Resultate der dritten Runde: Norbert, Johann, Daniel und Matthias konnten ihre Partien gewinnen, während Johannes, Paul und ich ohne Punkte blieben. Pech für die Mannschaftswertung war hier natürlich, dass die Begegnung Johann vs Johannes die maximal für Pernegg erzielbaren Punkte um einen reduzierte. (4/6)
Die vierte Runde brachte einen ersten Höhepunkt für den SC Pernegg: Johann, Johannes, Matthias und Paul – der gegen mich antrat – konnten ihre Partien gewinnen, Daniel remisierte gegen einen deutlich stärkeren Gegner. (4,5/6)
Runde fünf fiel wieder etwas ab: Nur Johannes und Paul konnten ihre Partien gewinnen; Norbert steuerte ein Remis und ich einen Spielfrei-Punkt bei. (3,5/7)
Eine nahezu perfekte Runde gelang uns in Runde sechs: Norbert remisierte gegen den Turnierdirektor Dr. Gerd Mitter; Johann, Daniel, Johannes, Matthias und Paul gewannen ihre Partien – nur ich patzte leider und musste die einzige Niederlage der Runde hinnehmen. (5,5/7)
Die siebte Runde, die gleichzeitig die letzte vor der Pause war, fiel insgesamt ebenfalls recht erfreulich aus: Norbert, Daniel und ich konnten unsere Partien gewinnen; Johannes steuerte ein Remis gegen einen fast 500 Elo-Punkte stärkeren Gegner bei. (3,5/7) Diese guten Leistungen verhalfen uns beim Zwischenstand der Mannschaftswertung zum sensationellen 2. Platz hinter der Liga-Mannschaft von Leoben, die einen Elo-Schnitt von 2110 (!) und den einzigen GM des Turniers vorweisen konnte.
Betrachtet man nur die Ergebnisse der achten Runde, tat uns die Pause allerdings nicht gut: „Frisch ausgeruht“ fuhren wir einen astreinen „Mannschafts-Nuller“ ein. Besonders bitter war die Runde dabei für Norbert, der gegen GM Andreas Diermair eine gewonnene Stellung auf Zeit verlor – 5+0 ist hier gnadenlos. (0/7)
Wesentlich besser lief es wieder in der neunten Runde: Johann, Johannes, Paul und ich konnten unsere Partien gewinnen; Norbert und Daniel steuerten jeweils ein Remis bei. (5/7)
Runde zehn brachte gleich zwei „Pernegger Derbys“: Norbert remisierte gegen Johannes und Johann gewann gegen Daniel. Kombiniert mit den Siegen von Paul und mir und dem Remis von Matthias ergibt das die prozentuell beste Runde. (4,5/5)
In der elften Runde erzielten wir erneut ein akzeptables Ergebnis: Norbert, Daniel – der gegen Paul antrat – und Johannes, der das Vergnügen mit Turnierdirektor Dr. Gerd Mitter hatte, gewannen ihre Partien; Matthias steuerte einen Spielfrei-Punkt bei. (4/6)
Die zwölfte und vorletzte Runde war für das Endergebnis leider nicht optimal: Nur Matthias konnte seine Partie gewinnen; Johannes und Paul steuerten je ein Remis bei. (2/7)
Runde dreizehn stellte sich schließlich als Unglücksrunde heraus: Die zwei halben Punkte von Daniel und mir sorgten für ein Abrutschen in den Rängen in der entscheidenden finalen Runde. (1/7)
Nach dreizehn gespielten Runden landeten wir somit am 6. Platz der Mannschaftswertung, nur einen halben Punkt hinter der Leobener Klasse-Mannschaft, die uns somit auch den 1. Platz unter den Klasse-Mannschaften „wegschnappte“. Diese kleine Enttäuschung soll aber die sehr guten Einzelleistungen nicht überschatten: Johannes, der als 32. der Setzliste ins Turnier gestartet war, belegte mit 7,5 Punkten und einer Elo-Performance von 1880 den 16. Endrang. Direkt hinter ihm folgte Norbert mit 7 Punkten auf dem 17. Endrang; die Tatsache, dass er gegen sechs der ersten Acht der Endrangliste antreten musste, fand Ausdruck in einer Elo-Performance von 1901 und der sechsthöchsten Buchholz-Wertung des Turniers. Neben einem neuen Schachbrett und den Medaillen für den 2. Platz in der Klasse-Mannschaftswertung konnten wir aber alle vor allem viel wertvolle Blitz-Erfahrung mit nach Hause nehmen und uns über einen lustigen Nachmittag freuen – und schon jetzt freut sich der SC Pernegg auf die Revanche im nächsten Jahr!
Frisch aufgewärmt vom Blitzturnier in Graz traten wir am 17. Februar zu einem Highlight der laufenden Meisterschaft an: Am Programm stand das erste „Pernegger Derby“ gegen Schach ohne Ausgrenzung 2. Für den SC 1960 Pernegg besetzten dabei Norbert, Daniel, Gastspieler Matthias und ich die vier Bretter, die die Welt bedeuten.
Norbert spielte am ersten Brett gegen einen nominell deutlich schwächeren, aber gut vorbereiteten Gegner, der ihm eine unangenehme Eröffnungsvariante bescherte. Da in dieser aber nichts passierte, konnte unser Routinier nach knapp drei Stunden seine Klasse ausspielen und einen Fehler seines Gegners zum Gewinn verwerten: 1:0.
Auf Brett zwei bestritt Daniel diesmal die längste Partie des Tages. Gegen einen etwas schwächeren Gegner stand er stets solide, konnte aber den entscheidenden Zug für einen schnellen Gewinn nicht finden. Die Zeit kam unserem Spieler zur Hilfe; nach ca 3:45 h fiel die Klappe seines Gegners, was den zweiten vollen Punkt für uns bedeutete: 2:0.
Die schnellste Partie des Tages hingegen „zauberte“ Matthias aufs dritte Brett: Gegen einen etwas schwächeren Gegner fand er schnell einige vernichtende Züge und konnte schon nach einer knappen Stunde den Punkt für Pernegg reklamieren: 3:0.
Am vierten Brett trat ich gegen einen Jugendspieler von SoA2 an: Nach einer wenig spektakulären Eröffnung brachte ich – gierig auf einen Bauerngewinn – meine Dame in eine höchst unangenehme Situation, aus der ich sie nur durch ein Springeropfer befreien konnte. Es entwickelte sich in weiterer Folge eine sehr scharfe Stellung, in der ich einen sehr schönen Zug für meinen (verbleibenden) Springer fand: Dass mein Kontrahent eine Antwort wählte, die ihm die Dame kostete, traf sich sehr gut und ich durfte mich nach ca 1:30 h ebenfalls über einen vollen Punkt freuen: 4:0.
Das Endergebnis – 4:0 – im „Pernegger Derby“ bietet natürlich allen Grund zur Freude und ist Ausdruck einer bisher wirklich sehr gut verlaufenen Saison, in der wir – bei allem Glück auch nicht unverdient – an der Spitze der Tabelle in der zweiten Klasse stehen. Gratulation an die ganze Mannschaft dazu! Die nächste Begegnung findet am 9. März gegen den SK TUS Krieglach 3 statt; wir freuen uns bereits wieder auf spannende Partien.
Am Vorabend des traditionellen großen International Chess Open Graz fand wie üblich ein großes, international besetztes Blitzturnier statt (siehe auch 2020, 2022). Im Europasaal der Wirtschaftskammer Graz traten stolze 103 Teilnehmer:innen (Elo-Schnitt: 1811) in elf Runden mit 3 min + 2 sec/Zug Bedenkzeit an und lieferten sich spannende Partien. Von Pernegger Seite waren dabei Daniel und ich sowie Gastspieler Matthias im Einsatz.
Wie im Schweizer System üblich mussten wir in Runde eins alle gegen deutlich stärkere Gegner antreten; Daniel gelang aber bereits da die erste Sensation des Abends und konnte gegen einen über 400 Elo-Punkte stärkeren Gegner einen vollen Punkt für sich reklamieren. Auch Matthias durfte sich über ein verdientes Remis gegen einen sehr starken Gegner freuen; ich selbst hinggen wurde den Erwartungen gerecht und verlor die erste Partie.
In der zweiten Runde konnte Daniel seine Erfolgsserie fortsetzen und remisierte gegen einen Jugendspieler mit über 2000 Elo; Matthias und ich mussten Niederlagen gegen deutlich stärkere Gegner einstecken.
Runde drei brachte für Daniel, der sich bis auf Brett 14 nach vorne gespielt hatte, die erste Niederlage. Matthias hingegen konnte gegen einen etwas schwächeren Gegner einen vollen Punkt einfahren und auch ich konnte meinen ersten Punkt gegen einen stärkeren Gegner erzielen.
Die vierte Runde brachte für Daniel noch einmal einen sehr starken Gegner, gegen den er schlussendlich nur die Segel streichen konnte; ähnlich erging es auch Matthias. Ich spielte gegen einen stärkeren Gegner eine gute Partie, machte aber im Endspiel, das mein Kontrahent in bester Bullet-Manier spielte, einen entscheidenden Fehler und musste etwas enttäuscht aufgeben.
In der fünften Runde lief es für die Pernegger Vertretung insgesamt nicht besser, gegen durchwegs stärkere Gegner konnten wir keinen Punkt erzielen.
Runde sechs, die letzte vor der Pause, wiederholte dieses Spiel noch einmal: Daniel und Matthias mussten gegen zahlenmäßig etwas schwächere, aber stark spielende Gegner Niederlagen akzeptieren; ich selbst verlor eine lange recht ausgeglichene Partie gegen einen etwas stärkeren Gegner.
Zur „Halbzeit“ fanden wir uns daher recht konzentriert auf den Rängen 91, 92 und 97 wieder, ein in der Gesamtbetrachtung ausbaufähiges Ergebnis, das auch die Einzelleistungen in den Partien nicht wirklich widerspiegelt. Am anderen Ende der Tabelle führte zu diesem Zeitpunkt der 17-jährige unter der Flagge der FIDE spielende FM Artiom Stribuk mit sechs Punkten aus sechs Runden das Feld an, gefolgt vom 19-jährigen deutschen IM Alexander Krastev (5,5 Punkte )und dem ebenfalls 19-jährigen mongolischen FM Sumiya Chinguun (Bester mit 5 Punkten).
Motiviert starteten wir nach der Pause wieder ins Turnier und konnten dabei gegen (nominell) schwächere Gegner drei volle Punkte einfahren – ein sehr willkommener Aufwind. Spannend war in dieser siebten Runde insbesondere die Partie von Matthias gegen einen sehr stark spielenden neunjährigen ungarischen Jugendspieler, der im Laufe des Turniers 107 Elo-Punkte dazugewinnen konnte.
In Runde acht musste Daniel gegen den älteren Bruder von Matthias‘ Vorrundengegner antreten: Der zwölfjährige ungarische Jugendspieler konnte noch eines draufsetzen, die Partie gegen Daniel gewinnen und sich über das gesamte Turnier hinweg über einen Zugewinn von 134 Elo-Punkten freuen. Matthias konnte seine Partie gegen eine etwas schwächere Jugendspielerin gewinnen, während ich gegen eine zehnjährige indische Jugendspielerin absolut chancenlos war: Folgerichtig gewann sie im Verlauf des Turniers 178 Elo-Punkte dazu.
Runde neun brachte für Daniel eine etwas unglückliche Niederlage gegen die Vorrundengegnerin von Matthias, der seinerseits gegen einen stärkeren Gegner die Segel streichen musste. Ich trat gegen Matthias Gegner aus Runde sieben an und konnte mir in einem langen Endspiel ein Remis erkämpfen, auf das ich durchaus stolz war.
Die zehnte und vorletzte Runde brachte das, was bei keinem Graz Open fehlen darf: Ein Pernegger Derby! Mit den weißen Spielsteinen sah ich am Ende gegen Daniel trotzdem nur schwarz. Während unserer Auseinandersetzung konnte Matthias ungestört gegen einen etwas stärkeren Gegner remisieren.
Runde elf brachte einen versöhnlichen Abschluss für das Turnier: Daniel und Matthias konnten jeweils ihre Partien gegen etwas schwächere Gegner gewinnen und ich einen vollen Punkt gegen den Lieblingsgegner des letzten Tabellenzehntels, Herrn spielfrei, einfahren.
Somit landete Daniel mit 4,5 Punkten aus 11 Runden am 77. Rang und musste ein leichtes Abrutschen in der Tabelle in Kauf nehmen. Matthias hingegen konnte sich mit 5 Punkten um vier Plätze verbessern und belegte den 72. Endrang. Ebenfalls etwas weiter hinten reihte ich mich ein; ich konnte schließlich 3,5 Punkte auf meinem Konto verbuchen. Gewinnen konnte das Turnier der „Halbzeitzweite“ IM Alexander Krastev, der am Ende 9,5 Punkte vorweisen konnte. Knapp dahinter landete mit 9 Punkten der Führende nach Runde sechs, FM Artiom Stribuk. Den dritten Platz erringen konnte der erst 13-jährige FM Khagan Ahmad aus Aserbaidschan, der sich darüber hinaus über einen Zugewinn von 115 Elo-Punkten freuen darf. Beeindruckend: Erst auf Platz sieben findet sich der erste Nicht-Jugendspieler, der gleichzeitig auch der beste Österreicher war: 8 Punkte aus 11 Runden erzielte mit einer starken Elo-Performance von 2194 Christian Schwarz.
Wenn auch die einzelnen Ergebnisse teilweise etwas besser ausfallen hätten können, war das Turnier eine gute Gelegenheit, wieder einmal in einem großen Teilnehmerfeld seine Blitzkünste zu erproben. Neben einigen guten Partien können wir jedenfalls viel Erfahrung sowie Erinnerungen an einen lustigen Abend mit nach Hause nehmen und freuen uns bereits auf nächstes Jahr!