Schlagwort: Stefan

  • 2. Runde 2. Klasse Mur-/Mürztal 23/24

    Nach dem – doch überraschenden, aber umso erfreulicheren – Sieg zum Auftakt gingen wir voll motiviert in die 2. Runde der Meisterschaft. Mit dem SV Cafe Bellini Leoben stand dieses Mal ein „Newcomer“ als Gegner auf dem Plan, der aber aufgrund personeller Schwierigkeiten ein Brett freilassen musste. Sebastian konnte daher zuhause bleiben, während Norbert, Lukas und ich uns bereits mit einem „Gratis-Punkt“ im Gepäck auf den Weg nach Leoben machten.

    Am ersten Brett trat Norbert in der längsten Partie des Tages gegen einen stark spielenden, aber noch Elo-Einstufungs-losen Kontrahenten an. Im Mittelspiel konnte Norbert eine Qualität gewinnen und spielte diesen Vorteil von dort an trocken und sauber nach Hause; nach knapp drei Stunden gab sein Gegner nach einer schönen Taktik, die ihn die Dame kostete, auf.

    Die kürzeste Partie des Tages spielte hingegen ich am zweiten Brett: Mein Gegner stellte nach einer unspektakulären, schnellen Eröffnung einen Springer ein, was ihn ziemlich aus dem Konzept brachte: Kurz darauf übersah er einen Abzugsangriff auf die Dame, der ihn ohne Kompensation jener wichtigen Figur beraubte. Entsprechend dieser Vorzeichen ging die Partie daraufhin schnell zu Ende.

    Bei seinem ersten Turniereinsatz für den SC Pernegg konnte auch Lukas am dritten Brett bereits seinen ersten Sieg feiern: Obwohl es zwischendurch alles andere als rosig aussah, konnte er die Partie für sich entscheiden, nachdem sein Gegner einen großen Vorteil wieder aus der Hand gab.

    Am Ende steht daher ein glatter 4:0-Sieg für den SC Pernegg, womit wir uns an die zweite Stelle der Tabelle vorarbeiten konnten. In der nächsten Runde wartet mit dem SK Alpine Trofaiach 4 der Drittplatzierte auf uns; dieses direkte Duell verspricht besondere Spannung und ist natürlich auch für den weiteren Verlauf der Meisterschaft höchst relevant.

    Hier geht’s zu den Ergebnissen: Ergebnisse 2. Runde 2. Klasse Mur-/Mürztal 23/24.

  • Blitzturnier im Flann O’Brien #10

    Am 21.8. fand im Flann O‘Brien in Graz das letzte von zehn Internationalen Open Air Blitzschachturnieren statt. Mit 46 Teilnehmern war das Feld zwar etwas kleiner als eine Woche zuvor, mit einem Elo-Schnitt von 1774 aber sogar noch hochklassiger. In elf Runden im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 3 min + 2 sec pro Zug versuchten Johannes und ich, an die durchwegs guten Ergebnisse von Turnier #9 anzuknüpfen; mit dabei waren auch wieder Lukas, Johannes Neffe, und – diesmal neu als Motivator und Kopfschüttler – Laurenz.

    In Runde 1 trafen wir beide auf stärkere Gegner; die Ergebnisse fielen dementsprechend aus: Johannes war gegen unseren ehemaligen Trainer Peter wieder einmal ohne konkrete Chance und ich hatte dem Spiel meines um über 500 Elo-Punkte stärkeren Gegners ebenfalls nichts entgegenzusetzen.

    Besser lief es in Runde 2, zumindest für Johannes, der gegen einen schwächeren Jugendspieler gewinnen konnte. Ich hingegen musste mich einem erheblich stärkeren Jugendspieler geschlagen geben.

    Runde 3 brachte für Johannes wieder einen etwas stärkeren Gegner; leider konnte er die Partie mit den schwarzen Steinen nicht gewinnen. Ich trat gegen einen noch nicht gerateten Spieler an und konnte mir eine Gewinnstellung erspielen, machte in dieser aber dummerweise einen ungültigen Zug, was den Partieverlust zur logischen Folge hatte.

    Während Johannes in Runde 4 meinen Gegner aus Runde 3 mühelos besiegte, verlor ich noch eine Partie und langsam auch die Geduld.

    Glücklicherweise brachte Runde 5 nicht nur Johannes einen Sieg gegen einen wesentlich stärkeren Gegner, sondern auch mir den hartersehnten ersten Punkt: In einer spannenden Partie besiegte ich schlussendlich Johannes Neffen.

    Leider konnten wir daraus keinen Trend machen: In Runde 6 verloren wir beide unsere Partien; Johannes gegen einen weiteren starken Gegner, ich gegen einen nach Elo-Punkten schwächeren Kontrahenten.

    In Runde 7 lief es im Wesentlichen sehr ähnlich: Wir verloren beide unsere Partien, nur hatte dieses Mal Johannes einen nach Elo-Punkten schwächeren Kontrahenten und ich eine etwas stärkere Gegnerin.

    Johannes musste sich in Runde 8 erneut einem stärkeren Gegenüber stellen und konnte die Partie leider nicht für sich entscheiden. Ich hingegen konnte mit Schwarz am letzten Brett einen hart verdienten zweiten Punkt einfahren, was meine Laune erheblich verbesserte.

    Runde 9 brachte für Johannes einen schwächeren Gegner gegen den er einen ungefährdeten Sieg einfahren konnte. Ich sah mich in dieser Runde dem Lieblingsgegner all jener, welche die Tabelle von unten anführen, gegenüber: Mr. Spielfrei bescherte auch mir einen vollen Punkt.

    In Runde 10 konnte Johannes mich erneut „rächen“ und gewann gegen meinen Gegner aus Runde 4. Ich spielte ebenfalls eine gute Partie und konnte meinen Kontrahenten unter Druck setzen. Leider stellte ich dann jedoch einen Bauern ein, woraufhin der Druck die Richtung wechselte und schließlich so groß wurde, dass ich aufgeben musste.

    Runde 11, die letzte Runde, brachte für Johannes noch einmal eine stärkere Gegnerin, die er leider nicht gewinnen konnte. Meine letzte Runde hingegen lief vorzüglich, gegen einen etwas stärkeren Gegner konnte ich – gegen Ende mit gerade noch ein paar Sekunden auf der Uhr – einen letzten Punkt einfahren und so meine Platzierung verbessern.

    Johannes beendete das Turnier wie bereits in der Vorwoche mit 5 Punkten aus 11 Runden, was ihm diesmal aber leider ein kleines Elo-Minus einbrachte (Elo-Performance 1669). Ich konnte zwar mit 4 Punkten meinen Startrang zu meinem Endrang machen, aufgrund einer verbesserungsbedürftigen Elo-Performance von 1297 muss aber auch ich ein Elo-Minus verkraften.

    Gewinnen konnte das Turnier der als Dritter der Setzliste ins Turnier gestartete Blitzexperte IM Manfred Freitag, der alle 11 Runden gewinnen konnte und eine beeindruckende Elo-Performance von 2874 vorweisen kann. Den zweiten Platz erreichte der Gewinner der Vorwoche, IM Yevgeniy Roshka, der nur gegen den Erstplatzierten verlor und sonst alle Partien für sich entschied. Dritter wurde mit deutlichem Abstand und 7,5 Punkten Prof. Dr. Stefan Spirk.

    Hier geht’s zu den Ergebnissen: Ergebnisse Blitzturnier im Flann O’Brien #10.

  • Blitzturnier im Flann O’Brien #9

    Am 14.8. fand im Flann O‘Brien in Graz das neunte von zehn Internationalen Open Air Blitzschachturnieren statt. Unter den 55 TeilnehmerInnen waren auch vier Pernegger, nämlich Johannes, Daniel, Paul und ich. Da der Elo-Schnitt mit 1738 sehr hoch war, erwarteten wir uns nicht unbedingt Spitzenergebnisse, aber jedenfalls spannende Partien. Gespielt wurden elf Runden im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 3 min + 2 sec pro Zug.

    In Runde 1 trafen wir alle auf stärkere Gegner; die Ergebnisse fielen dementsprechend aus: Johannes musste sich am ersten Brett der Übermacht des späteren Turniersiegers beugen, Daniel verlor gegen unseren ehemalige Trainer Peter und auch Paul und ich hatten gegen unsere Kontrahenten keine Chance.

    Besser lief es in Runde 2: Johannes gewann gegen einen Arbeitskollegen von Daniel, der seinerseits – wie auch Paul – einen etwas schwächeren Gegner besiegen konnte. Ich musste noch einmal gegen eine stärkere Kontrahentin antreten und konnte dabei ein respektables Remis erkämpfen.

    Runde 3 brachte für die Mehrheit von uns wieder stärkere Gegner: Daniel, Paul und ich verloren gegen im Durchschnitt ca 200 Elo-Punkte stärkere Kontrahenten. Johannes hingegen trat gegen seinen Neffen Lukas an, der sein erstes Turnier bestritt, und konnte dieses Duell für sich entscheiden.

    In Runde 4 konnte Johannes einen Sieg gegen einen stärkeren Gegner einfahren. Daniel und Paul traten gegen schwächere Kontrahenten an, wobei Paul einen vollen Punkt für sich reklamieren konnte und Daniel diesen seinem Gegenüber überlassen musste. Letzteres tat auch ich in meinem Duell gegen einen etwas stärkeren Gegner, in dem ich reflexartig einen beeindruckend schlechten Zug spielte.

    Johannes trat in Runde 5 gegen einen starken Jugendspieler an und beendete dabei seine Siegesserie mit einer Niederlage; Daniel konnte gegen einen schwächeren Gegner einen ungefährdeten Sieg einfahren. Paul schaffte es gegen eine stärkere Jugendspielerin leider nicht, „den Sack zuzumachen“ und verlor seine Partie. Ich konnte hingegen – mit einer ordentlichen Portion Glück – meine Partie gegen einen etwas stärkeren Kontrahenten gewinnen.

    Runde 6 brachte für Johannes einen weiteren starken Gegner, gegen den er leider ebenfalls nicht gewinnen konnte. Daniel verlor ebenfalls gegen einen etwas schwächeren Gegner, während Paul gegen einen schwächeren Jugendspieler gewinnen konnte. Ich konnte meine Partie gegen einen nach Elo-Punkten etwas stärkeren Kontrahenten ebenfalls gewinnen.

    In Runde 7 musste Johannes gegen einen exakt gleich starken Jugendspieler antreten und sich der jugendlichen Frische geschlagen geben. Daniel gewann gegen einen schwächeren Kontrahenten und beendete auf dieser positiven Note seinen Einsatz beim Turnier, um seinen Flug am nächsten Morgen nicht zu verpassen. Paul unterlag indessen einem etwas schwächeren Gegner, während ich gegen einen etwas stärkeren Gegner einen Punkt abgeben musste.

    Johannes sah sich in Runde 8 einem schwächeren Gegner gegenüber und konnte diesen ohne Probleme besiegen; auch Paul konnte gegen einen nach Elo-Punkten unterlegenen Gegner einen vollen Punkt einfahren. Ich hingegen musste leider gegen einen ungefähr gleich starken Jugendspieler nach einem Qualitätsverlust mit diversen negativen Folgen aufgeben.

    Runde 9 brachte für Johannes eine Niederlage gegen einen etwas stärkeren Gegner; auch Paul musste gegen einen stärkeren Kontrahenten die Segel streichen. Ich konnte hingegen gegen mein etwas stärkeres Gegenüber einen dringend benötigten Sieg einfahren.

    Unter den umgekehrten Vorzeichen spielten wir Runde 10: Johannes und Paul gewannen ihre Partien gegen etwas schwächere Gegner, während ich gegen einen stärkeren Gegner verlor.

    Runde 11, die letzte Runde, brachte für Johannes und Paul noch einmal stärkere Gegner: Während Johannes knapp unterlag, konnte Paul seine Partie gewinnen. Mir bescherte die letzte Runde den Lieblingsgegner aller Low-Elo-Spieler, gegen Mr. Spielfrei konnte ich ungefährdet einen vollen Punkt einfahren.

    Schlussendlich beendete Johannes das Turnier mit 5 Punkten aus 11 Runden auf Rang 31, seine Elo-Performance von 1730 brachte ihm ein Plus von 7 Elo-Punkten ein. Paul erreichte 6 Punkte, landete auf dem sehr guten 27. Platz und kann sich über ein Elo-Plus von knapp 20 Punkten freuen (Performance 1746). Daniel spielte seine sieben Runden etwa im Rahmen der Erwartungen und muss (wegen zu frühem Abgang? ;)) ein leichtes Elo-Minus hinnehmen. Schließlich konnte ich mich vom 51. Startrang deutlich verbessern und landete mit 4,5 Punkten auf Platz 43; aufgrund des Spielfrei-Punkts hält sich der Elo-Zugewinn allerdings in Grenzen (Performance 1437).

    Gewinnen konnte das Turnier der Favorit IM Yevgeniy Roshka, der über 11 Runden nur zwei Remis abgab und ungefährdet auf Rang 1 landete. Den zweiten Platz erreichte mit 9 Punkten IM Mario Schachinger, nur durch die Feinwertung getrennt von unserem ehemaligen Trainer Peter, der über das gesamte Turnier ungeschlagen blieb und ein beeindruckendes Elo-Plus von 35,4 Punkten einfahren konnte. Erwähnenswert ist schließlich auch die Leistung von Johannes Neffen Lukas, der bei seinem ersten Turnier beeindruckende 4 Punkte erringen konnte und eine Elo-Performance von 1451 (!) vorweisen kann. Herzliche Gratulation an alle für die starken Leistungen!

    Hier geht’s zu den Ergebnissen: Ergebnisse Blitzturnier im Flann O’Brien #9

  • Obersteirische Blitzschacheinzelmeisterschaft 2023 mit Teamwertung

    Am 1. Mai wurde traditionsgemäß die Obersteirische Blitzschacheinzelmeisterschaft, veranstaltet vom SK Alpine Trofaiach, in Niklasdorf ausgetragen. Uns Pernegger zog dabei besonders die Mannschaftswertung an; für die besten vier Spieler*innen eines Vereins gab es in zwei Klassen Preise zu gewinnen. Leider fiel uns jedoch kurzfristig ein Spieler aus, weshalb wir nur zu dritt – und damit mit einem massiven Handicap – in diese Wertung gingen: Norbert, Johannes und ich hielten schlussendlich die Pernegger Fahne hoch.

    Norbert, der als 11. der Setzliste ins Turnier gestartet war, konnte in 13 Runden 7½ Punkte erzielen und belegte mit einer Elo-Performance von 1762 den 17. Endrang.
    Gut lief es beim Blitzen für Johannes: Mit 6½ Punkten und einer Elo-Performance von 1670 konnte er sich um sechs Plätze verbessern und erreichte den 24. Rang.
    Ich fand mich in der Startrangliste im sehr kompetitiven letzten Drittel der 51 Teilnehmer*innen wieder: Mit 5½ Punkten und einer Elo-Performance von 1290 landete ich schließlich auf dem 41. Endrang.
    Obwohl die einzelnen Ergebnisse durchaus akzeptabel ausfielen, konnten wir in der Teamwertung zu dritt leider keinen Preis gewinnen; nächstes Jahr werden wir hoffentlich wieder in voller Mannschaftsstärke antreten können.

    Gewinnen konnte das Turnier mit 10½ aus 13 Runden Ing. Rainer Staberhofer vor dem Veranstalter Dr. Gerd Mitter (10); beide blieben das gesamte Turnier über ungeschlagen. Über den dritten Platz durfte sich Christian Schwarz (9½) freuen.
    In der Teamwertung konnten die „Hausherren“ auf ganzer Linie reüssieren: Die Liga-Mannschaft von Trofaiach gewann die Teamwertung, und auch die Klasse-Mannschaft der Trofaiacher konnte sich vor allen anderen in der Rangliste platzieren. Gratulation zu dieser starken Leistung!

    Hier geht’s zu den Ergebnissen: Ergebnisse Obersteirische Blitzschacheinzelmeisterschaft 2023 mit Teamwertung.

  • International Chess Open Graz 2023 Weekend

    Nach drei Jahren Pause und einem „Graz Open Light“ im Herbst 2022 fand im Februar 2023 endlich wieder das traditionelle International Chess Open Graz statt. Im Europasaal der Wirtschaftskammer maßen sich dabei über 350 TeilnehmerInnen aus knapp 30 Nationen in vier verschiedenen Bewerben (A-, B-, C- und Weekend-Turnier) im Spiel der Könige. (Tatsächlich maßen sich manche Teilnehmer auch in der Eingangshalle und in einem separaten Seminarraum; der große Andrang hatte wohl selbst die Veranstalter überrascht.) Voller positiver Erinnerungen an unser Antreten in den Jahren 2016, 2017, 2018 und 2020 planten wir Pernegger als Verein nahezu vollzählig teilzunehmen; leider machte uns dabei Krankheit einen Strich durch die Rechnung. Schließlich hielten Daniel und ich (ganz klassisch) im fünfründigen Weekend-Turnier die Fahne hoch, immer unterstützt durch unseren eifrigen Sekundanten Laurenz.

    Gleich zu Beginn des Turniers stand für Daniel ein langer, harter Kampf auf dem Plan: Erst nach knapp dreieinhalb Stunden konnte er gegen einen stärkeren Gegner ein heldenhaft erkämpftes Remis mit nach Hause nehmen. (Dass sein Gegner dabei Matt in vier übersah, kann hier unerwähnt bleiben.)

    Ich musste in der ersten Runde gegen einen knapp 600 (!) Elopunkte stärkeren Jugendspieler antreten. Im Sizilianer kam ich zwar grundsätzlich gut aus der Eröffnung heraus, durch mehrere nicht optimal abgetauschte Figuren im Mittelspiel wurde jedoch leider ein Bauer schwach, was nach etwas über zwei Stunden zur unvermeidlichen Aufgabe führte.

    In der zweiten Runde bekam Daniel einen sehr starken Gegner zugelost, der in der ersten Runde gegen den späteren Drittplatzierten des Turniers verloren hatte. Obwohl Daniel lange gut mithalten konnte, musste er schließlich im Endspiel aufgeben, das sich als aussichtslos entpuppte.

    Mein Kontrahent in Runde zwei war ein weiterer Jugendspieler: Mit einem unvorteilhaften Schnitzer in der Eröffnung handelte ich mir gleich zu Beginn eine schwere Last ein, die ich über den gesamten Partieverlauf mitzuschleppen hatte. Dementsprechend schwer tat ich mir auch; in einem verlorenen Endspiel konnte ich schlussendlich nur mehr aufgeben.

    Die dritte Runde brachte für Daniel – quasi als Ausgleich – Losglück und eine schwächere Gegnerin, die ihm keine Probleme bereitete. Mit mehr Zeit auf der Uhr als zu Beginn konnte er einen ungefährdeten Sieg einfahren.

    Auf mich wartete hingegen mit Daniels Gegner aus der ersten Runde eine echte Herausforderung. Nach einer Taktik in der Eröffnung, die mich einen Bauern kostete, schaffte ich es allerdings, mich in die Partie zurück zu kämpfen und konnte meinen Kontrahenten zurückdrängen. Nach knapp vier Stunden waren wir beide in Zeitnot, als mein Gegner auf eine unvorteilhafte Abwicklung einstieg, nach der ich mit zwei Bauern und einer Qualität mehr wohl auf Gewinn stand. Mit bloß fünf Minuten auf der Uhr konnte ich jedoch leider den entscheidenden Zug im Endspiel nicht finden und musste schließlich mit 19 Sekunden auf der Uhr in ein „sicheres“ Remis-Endspiel abwickeln. Mit der nach 4:15 h vereinbarten Punkteteilung kann ich dennoch sehr zufrieden sein, beschert mir diese doch ein Elo-Plus von 20 Punkten.

    Die vierte Runde am Montagvormittag setzten Daniel und ich arbeitsbedingt aus, bei der fünften Runde am Abend waren wir aber wieder voll da, um Pernegg würdig zu vertreten.

    Daniel konnte gegen eine nach Elo-Punkten etwas schwächere Gegnerin in einer recht komplizierten Partie ein Remis sichern, womit er das Turnier mit 2 Punkten aus vier gespielten Runden und einer Eloperformance von 1612 auf dem guten 26. Endrang beenden konnte.

    Auch ich war in der letzten Runde noch einmal besonders gefordert: Gegen einen ebenfalls etwas schwächeren Gegner war ich (ausnahmsweise) in der Rolle des Favoriten und musste daher gewinnen, um eine respektable Endplatzierung erreichen zu können. Obwohl ich gegen Ende der Partie meine Zeit recht gut ausgenutzt hatte, konnte ich aufgrund einiger Ungenauigkeiten meines Gegners zuerst in rascher Folge zwei seiner Bauern und schließlich mittels meines vorgerückten Bauern eine Leichtfigur gewinnen, woraufhin mein Kontrahent aufgab. Ich erzielte somit in vier gespielten Runden 1,5 Punkte; mit einer Elo-Performance von 1782 belegte ich den 32. Endrang und konnte insgesamt ein Elo-Plus von 25 Punkten mitnehmen.

    Das Weekend-Turnier konnte der Favorit, IM Gert Schnider, als einziger Teilnehmer mit 4,5 Punkten aus fünf Runden gewinnen; den zweiten Platz erreichte mit FM Florian Mostbauer ein „alter Bekannter“. Für eine Überraschung sorgte der Jugendspieler Tobias Maier, der mit einer Elo-Performance von 2168 neben dem dritten Endrang auch ein Elo-Plus von 140 (!) Punkten mit nach Hause nehmen konnte.

    Wie bereits in den Jahren zuvor war das International Chess Open Graz auch heuer wieder ein tolles Erlebnis; neben den durchaus respektablen Leistungen der Pernegger Teilnehmer waren auch spannende Partien vor allem im parallel ausgetragenen A-Turnier zu beobachten.

    Hier geht’s zu den Ergebnissen: Ergebnisse International Chess Open Graz 2023 Weekend.

  • Weihnachtsfeier 2022

    Nach dreijähriger Zwangspause konnte heuer endlich wieder die Weihnachtsfeier der Sektion Schach des SC Pernegg im Wirtshaus Ritschi stattfinden, bei der erfreulicherweise alle Mitglieder anwesend waren. Nach einem gemeinsamen Essen fand das traditionelle Blitzturnier statt, zu dem wir Philipp Raeke vom Schachklub Trofaiach als überaus spielstarken Gast begrüßen durften. Laurenz agierte als Schiedsrichter des Turniers.

    Nach fünf Doppelrunden, die einige spannende Partien bereithielten, stand der Sieger fest: Mit 9 Punkten aus 10 Runden konnte Philipp Raeke das Turnier, in das er als Favorit gestartet war, für sich entscheiden. Platz zwei ging an Johannes, der 7½ Punkte erzielen und dem Erstplatzierten die einzige Niederlage zufügen konnte; er darf sich daher verdientermaßen über den Titel „Pernegger Weihnachtsblitzmeister 2022“ freuen. Den dritten Rang erreichte Daniel mit 6 Punkten.

    Der Schachclub Pernegg wünscht ein frohes Weihnachtsfest, schöne und erholsame Feiertage sowie alles Gute für das neue Jahr 2023 – wir freuen uns schon auf viele spannende Schachpartien!

  • ASKÖ-Landesturnier 2022 für Schnellschach für 4er-Mannschaften

    Am 17.12. fand in Hofstätten an der Raab das ASKÖ Landesturnier 2022 für Schnellschach für 4er-Mannschaften statt. Obwohl das Aufstellen von vier Spielern bei unserer derzeitigen Mitgliederanzahl durchaus eine Herausforderung darstellt, waren wir fest entschlossen, teilzunehmen und bemühten uns bereits frühzeitig, neben den Pernegger Fixstartern – Johannes (J), Daniel (D) und ich (S) – Verstärkung aus Trofaiach zu bekommen. Da der Schachklub Trofaiach jedoch mit Krankenständen zu kämpfen hatte, fusionierten wir schlussendlich mit Dr. Gerd Mitter (G) und Hagen Schmied (H) zu einer Mannschaft, die als „Pernegg“ antrat (Elo-Schnitt: 1725). Die konkrete Aufstellung in den einzelnen Runden wird im Folgenden mit den Anfangsbuchstaben in Klammer angegeben.

    Am Turnier nahmen insgesamt 14 Mannschaften aus der ganzen Steiermark teil; die Elo-Durchschnitte wiesen dabei eine durchaus beachtliche Spannweite auf (2128 – 1307). Hier geht’s zur Team-Startrangliste.

    In der ersten Runde wurden wir vom späteren Zweitplatzierten Austria Graz 1 wie erwartet überfahren – 0:4 (G, J, D, S).
    Die zweite Runde brachte mit St. Ruprecht einen wesentlich angenehmeren Gegner; wir konnten unsere Überlegenheit auf allen Brettern voll ausspielen und diesmal die vollen vier Punkte für uns reklamieren (G, J, D, H).
    In Runde drei trafen wir mit Styria Graz auf einen Kontrahenten, der in der Startrangliste unmittelbar vor uns gesetzt und aufgrund dessen direkter Konkurrent im Kampf um den von uns ersehnten Kategoriepreis U-1780 Elo war. Umso wichtiger war es, dass wir dieses Duell mit 3:1 für uns entscheiden konnten (G, J, D, H).
    Runde vier – die letzte vor der Mittagspause – gegen Gleisdorf 2 brachte einige knappe Partien; knapp konnten wir aber dennoch die Begegnung für uns entscheiden (G, J, D, H).

    Gestärkt gingen wir nach der Pause in die fünfte Runde, in der der Gegner Gleisdorf 1 hieß. Ein Blick auf die Startrangliste und den Elo-Schnitt der Gegner (2060) zeigte uns, dass uns ein harter Kampf bevorstand – doch es geschah die Sensation: Wir konnten diese Begegnung mit 3:1 für uns entscheiden (G, J, H, S), den vierten Sieg in Folge feiern und dem späteren Drittplatzierten des Turniers eine Niederlage zufügen, die die einzige bleiben sollte!
    Dieser Sieg katapultierte uns nun an den zweiten Tabellenplatz und brachte uns in der sechsten Runde mit Frauental den stärkstmöglichen Gegner ein. Entsprechend auch das Resultat: 0:4 (G, J, D, S).
    Die siebte Runde hielt mit der Schachgesellschaft 1 wieder einen Gegner für uns bereit, der mit uns um den Kategoriepreis ritterte. Leider konnten wir hier nicht an die Erfolge der vorigen Runden anknüpfen und mussten uns 3:1 geschlagen geben (G, J, D, H).
    In der vorletzten Runde trafen wir auf Bärnbach, und auch hier war uns das Schachglück leider nicht hold – nach einer knappen 1½:2½-Niederlage lagen wir nun auf dem neunten Platz und mussten in der letzten Runde noch einmal gewinnen, um den begehrten Preis mit nach Hause nehmen zu können.
    Im Weg stand uns dabei die Schachgesellschaft 2, deren Elo-Schnitt von 1343 uns in dieser Begegnung zu den Favoriten machte. Glücklicherweise konnten wir dieser Rolle in Runde acht gerecht werden und mit drei „reinen“ Pernegger Siegen von Johannes, Daniel und mir zwei wichtige letzte Mannschaftspunkte einsammeln (G, J, D, S).

    Somit konnten wir mit fünf Siegen in neun Runden zehn Mannschaftspunkte erzielen und landeten auf dem hervorragenden sechsten Platz, der uns den Sieg in der Kategorie C U-1780 Elo und damit zwei Digitaluhren und eine Schachgarnitur einbrachte. Angesichts der Tatsache, dass in der Kategorie C neun Mannschaften antraten und diese damit heiß umkämpft war, ist dieser Sieg natürlich noch schöner.
    Das Turnier konnte der Favorit Frauental für sich entscheiden, auf den Plätzen zwei und drei landeten Austria Graz 1 und Gleisdorf 1.

    Somit war – wie bereits 2018 – auch 2022 das ASKÖ-Landesturnier für Schnellschach für 4er-Mannschaften ein voller Erfolg für uns. Wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr, wenn wieder Blitzschach gespielt wird!

    Hier geht’s zu den Ergebnissen: Ergebnisse ASKÖ-Landesturnier für Schnellschach für 4er-Mannschaften.

  • 20. Internationales Leobener Schwammerlturm-Blitzturnier 

    20. Internationales Leobener Schwammerlturm-Blitzturnier 

    ​Zum zwanzigjährigen Jubiläum des Leobener Schwammerlturm-Blitzturniers fanden sich auch heuer wieder zahlreiche SchachfreundInnen aus ganz Österreich und darüber hinaus ein. Darunter war auch eine Mannschaft aus Pernegg, die sich aus Norbert, Johannes, Stefan und mir zusammensetzte.

    Norbert spielte sich mit 7 aus 13 Punkten an die Spitze der vereinsinternen Rangliste. Mit seinem Rang 24 erkämpfte er im Gesamtturnier einen soliden Platz im oberen Mittelfeld.

    Johannes, der auf Platz 39 in der Tabellenmitte landete und mit 6,5 aus 13 Punkten ebenfalls auf einen gelungenen Turniertag zurückblicken kann, begeisterte mit einer Eloperformance von 1731. Er kann sich nun über ein Eloplus von 21 Zählern freuen.

    Stefan, der als 56. der Setzliste ins Turnier startete, musste in den ersten beiden Runden gegen deutlich stärkere Gegner antreten. Danach fand er sehr gut ins Turnier und konnte sich vier Siege erkämpfen; zusammen mit zwei Remis führt das zum löblichen Endergebnis von 5 Punkten aus 13 Runden bei einer Elo-Performance von 1392.

    Mit meinen 7 Punkten und dem soliden Mittelfeldplatz 35 kann auch ich ein positives Resüme aus dem Turniernachmittag ziehen.

    Nach einer langen COVID-bedingten Durststrecke war das Schwammerlturm-Blitzturnier ein echtes Herbst-Highlight. Die rege Teilnahme und das Gemeinschaftsgefühl im neuen SC Pernegg sorgten für erfreute Gesichter, Spaß am Spiel und einen vollen Erfolg.

    Hier geht’s zu den Ergebnissen: Ergebnisse 20. Internationales Leobener Schwammerlturm-Blitzturnier.

  • International Blitz Open Graz 2022

    Zum Auftakt des International Chess Open Graz 2022 fand am 02.09.2022 ein Blitzturnier statt; unter den 55 Teilnehmern des mit einem Elo-Schnitt von 1950 ausgesprochen stark besetzten Turniers reihten sich dabei auch Johannes, Laurenz und ich ein. Im Anton Paar Sudhaus wurden 11 Runden mit einer Bedenkzeit von 3min + 2sec pro Zug gespielt, die manche Überraschung bereithielten.

    Johannes bekam zu Beginn des Turniers den hohen Elo-Schnitt zu spüren und musste zwei Runden hintereinander gegen Fidemeister antreten. In den weiteren Runden konnte er drei Partien gewinnen; leider konnte er in einigen besseren oder sogar gewonnenen Stellungen den “Finisher“ nicht finden. Mit einem Spielfrei-Punkt standen am Ende 4 Punkte, eine Eloperformance von 1655 und ein leichtes Elo-Minus.

    In den ersten Runden musste Laurenz gegen teils sehr deutlich stärkere Gegner antreten; aufgrund einer Schiedsrichter-Verwirrung in Runde 4 konnte er leider keinen Punkt erzielen. Danach stand ein – für das Graz Open typisches – „Pernegger Derby“ gegen mich am Plan: Eine kuriose Partie, die von „leichter Vorteil“ über „verloren“ bis „gewonnen“ verschiedenste Phasen durchlebte, endete schließlich mit einem – für Laurenz etwas unglücklichen – Remis. Dank zweier Siege, einem Remis in der letzten Runde und einem Spielfrei-Punkt hatte auch Laurenz‘ Konto am Ende 4 Punkte aufzuweisen; bei einer Elo-Performance von 1479 ergab sich leider ebenfalls ein leichtes Elo-Minus.

    Bei meinem ersten Turnier seit langer Zeit musste auch ich gegen einige übermächtige Gegner antreten, kann aber insgesamt mit meinen Partien zufrieden sein. Zwei Siege gegen stärkere Gegner, das – für mich glückliche – Remis aus dem „Pernegger Derby“, ein weiteres Remis und der (obligatorische?) Spielfrei-Punkt führten zu ebenfalls 4 Punkten; mit einer Elo-Performance von 1577 darf ich mich auch über ein Elo-Plus freuen.

    Auch wenn sich das Teilnehmerfeld im Vergleich zum letzten Blitz Open halbiert hatte: Der Qualität des Turniers tat dies keinen Abbruch. Mit beeindruckenden 10 Punkten aus 11 Runden und einer Elo-Performance von 2676 (!) konnte der junge ukrainische IM Yevgeniy Roshka vor IM Milan Mrdja (CRO; 8.5; 2438) und FM Mario Zovko (CRO; 8; 2368) ungeschlagen den obersten Podestplatz für sich reklamieren. Bester Österreicher wurde GM Andreas Diermair als Vierter (8; 2299), über den – in diesem Turnier vergebenen – Titel des Grazer Blitzschach Stadtmeisters 2022 durfte sich auf Rang 17 FM Robert Perhinig (6.5; 2025) freuen.

    Hier geht’s zu den Ergebnissen: Ergebnisse International Blitz Open Graz 2022.

    Das Blitzturnier diente auch dieses Jahr als Auftaktveranstaltung für das – auch für uns schon – traditionelle International Chess Open Graz (2016, 2017, 2018, 2020), das in den kommenden neun Tagen in vier Gruppen ausgetragen wird. Die Pernegger Fahne halten dabei Johannes und Daniel im verkürzten fünfrundigen W-Turnier hoch – man darf sich bereits auf spannende Partien freuen!

  • Wir sind wieder da!

    Ende 2021 machte unser Schachclub – wie auch andere Vereine – COVID-bedingt schwere Zeiten durch. Schlussendlich mussten wir den vereinsmäßigen Spielbetrieb einstellen, weil wir nach dem Abschied von Langzeit-Sektionsleiter Peter Kutlesa ohne die notwendigen Leitungsorgane dastanden. Bei Peter bedanken wir uns sehr für seine unermüdliche Tätigkeit als Sektionsleiter und Schachtrainer in den letzten Jahren!

    Im Frühjahr/-sommer 2022 fanden sich allerdings wieder einige „unverwüstliche“ Schachbegeisterte zusammen und führten in loser Form die Aktivitäten am bekannten Ort (Wirtshaus Ritschi) zur bekannten Zeit (Freitag, 17:00 Uhr) fort. Nach Rücksprache mit dem SC Pernegg entstand der Plan, den Schachclub in seiner Form als Sektion des Sportvereins wiederzubeleben, der mittlerweile konkrete Gestalt angenommen hat: Das neue Team besteht aus Johannes Kahr, Norbert Kogler, Laurenz Gierer, Stefan Königshofer und Daniel Gosch.

    Aufgrund eines starken Mitgliederschwunds werden wir vorerst nicht wieder in den Meisterschaftsbetrieb einsteigen, sondern uns aufs gemeinsame Schachspielen und einzelne Turniere fokussieren. Das erste Highlight steht bereits vor der Tür: Von 03. bis 11. September geht in Graz das – für uns schon fast „traditionelle“ – International Chess Open 2022 über die Bühne; Pernegger Beteiligung ist hier schon fix eingeplant!

    Natürlich gilt wie bisher: Wer Lust hat, Schach zu spielen oder das Spiel der Könige einmal kennen zu lernen, ist bei uns stets herzlich willkommen!